Willkommen

Schön, dass Sie reinschauen! Wir sind eine kleine Gemeinschaft von getauften Christen, ev.-lutherischen Glaubens in einer Region, wo die meisten Menschen katholisch sind. Das ist sehr reizvoll, voneinander zu lernen und über den Tellerrand der Konfessionen zu schauen. Trotzdem haben wir ein sehr vielfältiges Gemeindeleben, das von aktiven Christen getragen wird. Wir sind eine junge Gemeinde, erst nach dem Weltkrieg gegründet. Eine bunte Mischung waren die ersten Protestanten hier auf dem Twist. Und wir sind stolz auf unser "Kirchenschiff". Lernen Sie uns kennen. Kirche ist nicht Stein und Holz, Kirche, dass sind sehr viele Menschen, mit Ecken und Kanten, aller Berufe und Generationen, die sich aber in einer Taufe und Gemeinschaft verbunden fühlen. so leben wir hier, darauf sind wir stolz. Wenn Sie mögen, tragen Sie sich doch nach dem Stöbern gern ins Gästebuch ein.

„Über den Tellerrand des Emslandes schauen" ?✈️??⛪️
 
Ich bin dann mal weg… - Ein spannendes Projekt wartet nun ab heute auf mich:
 
Ich absolviere eine vierteljährliche Studienzeit in Palo Alto bei San Francisco ??
 
Die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers bietet ihren Pastorinnen und Pastoren nach sieben Jahren Tätigkeit im kirchlichen Dienst die Möglichkeit einer vierteljährlichen Studienzeit an einer Universität innerhalb Deutschlands oder die eines besonderen Studienprojekts im Ausland.
 
Ich nehme nun im 21. Dienstjahr diese Gelegenheit wahr und absolviere eine vierteljährliche Studienzeit als Gastpastor an der amerikanischen Kirchengemeinde, der "Grace Lutheran Church", in Palo Alto bei San Francisco.
 
Ich möchte nicht nur das amerikanische Kirchensystem kennen lernen und neue Erfahrungen und Erkenntnisse für meine Arbeit vor Ort sammeln, sondern mir mit dem dreimonatigen USA-Aufenthalt auch einen lang gehegten Traum erfüllen und gleichzeitig einmal als gebürtiger Lingener für längere Zeit über den Tellerrand des heimatlichen Emslandes schauen…
 
Hintergrund des Studienprojekts ist die Fragestellung angesichts schwindender Mitgliedszahlen und Ressourcen in den deutschen Kirchen und Gemeinden und auch angesichts sich reduzierender Zahlen von Menschen, die verantwortlich Aufgaben in den Gemeinden übernehmen, wie sich die Situation in amerikanischen Gemeinden darstellt.
 
Ich werfe exemplarisch einen Blick auf eine augenscheinlich sehr lebendige Gemeinde in den USA, die trotz des fehlenden deutschen Kirchensteuersystems personell und finanziell gut aufgestellt ist, ein sehr lebendiges Gemeindeleben mit vielen Gruppen, Chören und Kreisen und auch hauptamtlichen Mitarbeitenden bietet, obwohl die Mitgliederzahl unter 1000 liegt.
 
Daraus ergibt sich für mich folgende, offizielle Fragestellung, deren Beantwortung dann im Anschluss an die Studienzeit für die Landeskirche in einem Bericht konstatiert werden wird:
 
„Chancen, Möglichkeiten und Grenzen einer adäquaten, zielgruppen- und zukunftsorientierten Gemeindearbeit im Blick auf die Diversität und multikulturelle Gemeindekonstellation trotz geringerer Ressourcen am Beispiel der „Grace Lutheran Church“ (ELCA) in Palo Alto, San Francisco, USA. Ein Vergleich“.
 
In der Gemeinde werde ich konkret Dienste versehen, die ein „normaler“ Pastor in der amerikanischen Gemeinde mit allen bekannten Aufgaben macht: Gottesdienste halten, Konfirmandenunterricht geben, Gruppen gestalten, Menschen begegnen, möglicherweise an einer Synode mit dem neuen dortigen Bischof teilnehmen… Beobachten, wahrnehmen und daraus Schlüsse und Ideen für die Arbeit vor Ort ziehen und diese dann in einem Essay für die Landeskirche konstatieren.
 
Dabei wird es für mich sicherlich sehr eindrücklich sein, amerikanisches Leben und das Leben einer amerikanischen Gemeinde intensiv kennen zu lernen.
 
Zudem wird diese Zeit auch die Möglichkeit für eine persönliche Standortbestimmung und Zukunftsplanung nach 21 Jahren Gemeindedienst bieten.
 
Danke an meine Familie für die Unterstützung und die nicht selbstverständliche Möglichkeit dieser "familiären Auszeit" sowie an die  Kirchenvorstände und die Vertretungskollegen für die umfangreichen Dienste während meiner Abwesenheit.  ??
Danke für all die guten Wünsche und das spontane Abschiedsständchen der versammelten Gemeinde beim letzten Gottesdienst mit Reisesegen durch Pastor Grimmsmann. ??
 
Um es mit dem irischen Segenslied zu sagen:
 

„Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott uns fest in seiner Hand!“????

Nov/2021

"Glaube-Gaben-Leben teilen"
Partnerschaftsgottesdienste in Twist und Dalum

 

Beim Partnerschaftsgottesdienst in der Nazarethkirche Twist mit Übergabe eines traditionellen Geschenks aus Hamai an die Kirchengemeinde in Twist. Von links: Pastor Thorsten Jacobs mit Sohn Mathis und Jacoba und Walter Schulz. Foto: Meike Jacobs
 
"Glauben-Gaben-Leben teilen" unter diesem Motto fanden unseren beiden pfarramtlich verbundenen ev.-luth. Kirchengemeinden Dalum und Twist die traditionellen Partnerschaftsgottesdienste statt, die zeitgleich im Kirchenkreis Emsland-Bentheim und im Missionskreis Kondoa in Tansania, Afrika, gefeiert wurden. Die Kirchengemeinde Dalum lebt nun bereits seit 27 Jahren eine enge Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Hamai in Tansania. Seit einigen Jahren unterstützt auch unsere Nazarethkirchengemeinde Twist eine fruchtbare und umfangreiche Partnerschaftsarbeit, die seit annähernd 25 Jahren federführend durch die beiden Partnerschaftsbeauftragten, Jacoba und Walter Schulz, gestaltet wurde. In einem Bericht aus der Partnerschaftsarbeit resümierten Jacoba und Walter Schulz vergangene Projekte und stellten der anwesenden Gemeinde jeweils eindrücklich anstehende Projektarbeit vor. Nachdem in Hamai in den vergangenen Jahren ein Kindergarten, ein Pfarrhaus und eine Berufsschule gebaut und die Grundschule mit generierten Spendengeldern u. a. der Geester Grundschulen umfangreich gefördert und ausgestattet wurden, werden derzeit Kräfte und Gelder in einen Internatsbau an der Berufsschule als vorerst abschließendes Projekt investiert. Die von der ev.-luth. Kirchengemeinde Dalum in Kooperation mit der Berufsschule Lingen initiierte und gebaute Berufsschule in Hamai hatte im Januar 2020 den Betrieb aufgenommen. Rund 70 Schüler können dort ausgebildet werden. Um auch Schülerinnen und Schülern aus der weiteren Umgebung die Ausbildung zu ermöglichen, soll die Schule nun als Internat geführt werden. Den Startschuss dazu legte die Bingo-Lotto-Umweltstiftung Niedersachsen mit einem Beitrag von 15.000, - Euro. Der Grundstein der Schule wurde im Januar gelegt.  Unterstützt wird der Bau auch von der moslemischen Gemeinde in Hamai, zu der ein guter und lebendiger Kontakt und Austausch besteht. Ebenso schreitet das ebenfalls von der Kirchengemeinde initiierte Wasserprojekt für die politische Gemeinde Hamai voran.  In Chioli, einer Außengemeinde von Hamai, konnte durch eine finanzielle Unterstützung das Dach der dortigen neuen Kirche vervollständigt werden. Der Grundschule in Hamai wurde als Hilfe für die Lehrerschaft ein Notebook und ein Drucker überreicht. Dem Gemeindepastor in Hamai, Basly Kilingo, konnte zur Mobilisierung der weitverlaufenden Außenbereiche ein Motorrad ermöglicht werden. Die Gottesdienstbesuchenden wurden gebeten, die wichtige Partnerschaftsarbeit weiter zu unterstützen, damit der Internatsbau weiter voranschreitet und auch Schulpatenschaften zur Ausbildung von Schülerinnen und Schülern als Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht werden können. Unsere Nazarethkirchengemeinde stiftete Altarzubehör für die Kirche in Hamai und übernimmt seit drei Jahren jeweils zwei Schulpatenschaften.
Musikalisch umrahmt wurde der lebendige Gottesdienst, der neben Ehepaar Schulz durch Pastor Thorsten Jacobs und seinem Sohn Mathis, beide Teilnehmende an der Delegationsreise 2018, mitgestaltet wurde, mit Klängen aus Afrika und lebendiger Klaviermusik durch Organistin Albina Rachmanin.
Aufgrund   der   aktuellen   Corona-Virussituation finden  bis  einschließlich 19.  April  2020 in  unse-renKirchen keine  Gottesdienste und  im  Ge-meindehaus  keine  Veranstaltungen  und  Grup-pen und Kreise statt!Die  lutherischen  Kirchengemeinden Dalum  und  Twist sagen  zunächst  bis  zum  19. April  alle  öffentlichen  Veranstaltungen  ab.  Dies  betrifft  alle  Gottesdienste  in  die-sem Zeitraum (auch zu Ostern) sowie alle Gruppen und Kreise, die sich in den Ge-meindehäusern  treffen.  Damit  folgen  sie  den  Empfehlungen  der  Landeskirche Hannovers  und  des  Kirchenkreises  Emsland-Bentheim.  DieKonfirmationen,  die geplant  waren,  werden  voraussichtlich  in  die  Zeit  nach  den  Sommerferien  ver-schoben.  Regelungen  zu  Trauungen,  Taufen  und  Beerdigungen  spricht  Pastor  Ja-cobs direkt mit den Familien ab. Auch die Konfirmandenfreizeit nach Ahlhorn mit den Konfirmanden wird abgesagt und hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.Bleiben Sie behütet!
 

Aufgrund   der   aktuellen   Corona-Virussituation finden  bis  einschließlich 19.  April  2020 in  unse-renKirchen keine  Gottesdienste und  im  Ge-meindehaus  keine  Veranstaltungen  und  Grup-pen und Kreise statt!Die  lutherischen  Kirchengemeinden Dalum  und  Twist sagen  zunächst  bis  zum  19. April  alle  öffentlichen  Veranstaltungen  ab.  Dies  betrifft  alle  Gottesdienste  in  die-sem Zeitraum (auch zu Ostern) sowie alle Gruppen und Kreise, die sich in den Ge-meindehäusern  treffen.  Damit  folgen  sie  den  Empfehlungen  der  Landeskirche Hannovers  und  des  Kirchenkreises  Emsland-Bentheim.  DieKonfirmationen,  die geplant  waren,  werden  voraussichtlich  in  die  Zeit  nach  den  Sommerferien  ver-schoben.  Regelungen  zu  Trauungen,  Taufen  und  Beerdigungen  spricht  Pastor  Ja-cobs direkt mit den Familien ab. Auch die Konfirmandenfreizeit nach Ahlhorn mit den Konfirmanden wird abgesagt und hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.Bleiben Sie behütet!
Die  lutherischen  Kirchengemeinden Dalum  und  Twist sagen  zunächst  bis  zum  19. April  alle  öffentlichen  Veranstaltungen  ab.  Dies  betrifft  alle  Gottesdienste  in  die-sem Zeitraum (auch zu Ostern) sowie alle Gruppen und Kreise, die sich in den Ge-meindehäusern  treffen.  Damit  folgen  sie  den  Empfehlungen  der  Landeskirche Hannovers  und  des  Kirchenkreises  Emsland-Bentheim.  DieKonfirmationen,  die geplant  waren,  werden  voraussichtlich  in  die  Zeit  nach  den  Sommerferien  ver-schoben.  Regelungen  zu  Trauungen,  Taufen  und  Beerdigungen  spricht  Pastor  Ja-cobs direkt mit den Familien ab. Auch die Konfirmandenfreizeit nach Ahlhorn mit den Konfirmanden wird abgesagt und hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.Bleiben Sie behütet!
 

 

11.03.2018

 

Die Kirchenvorstandswahl ist beendet. Bei einer wesentlich schlechteren Wahlbeteiligung von rund 13% als 2012 mit 109 Wählerstimmen wurden fünf Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher gewählt:

 

 

Von rechts: Volker Brümmel, Hans Korte, Manuela Niers, Brigitte Bollmer und Dietmar Klose. Als Ersatzkirchenvorsteher wurden damit Rudi Gaidosch (ganz links) und Günter Langer (fehlt auf dem Bild) gewählt.

Der amtierende Kirchenvorstand schlägt dem Kirchenkreisvorstand die Ersatzkirchenvorsteherinnen Rudi Gaidosch und Günter Langer zur Berufung in den Kirchenvorstand vor. Die Stimmenverteilung verhält sich wie folgt:

Volker Brümmel (56 Stimmen), Hans Korte (79 Stimmen), Manuela Niers (51 Stimmen), Brigitte Bollmer (79 Stimmen), Dietmar Klose (47 Stimmen), Rudi Gaidosch (37 Stimmen) und Günter Langer (28 Stimmen).

Auf den Spuren Martin Luthers

Mitarbeiterfahrt der ev-luth. Kirchengemeinden Dalum und Twist

an die Wiege der Reformation

 

Was feiern wir 2017 eigentlich? Unter dieser Leitfrage nach den Gründen für die umfangreichen Feierlichkeiten zum 500jährigen Reformationsjubiläum machte sich nun eine dreiundvierzigköpfige Gruppe von Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der ev.-luth. Kirchengemeinden Dalum und Twist unter der Leitung von Pastor Thorsten Jacobs auf an die Wiege der Reformation, die Lutherstadt Wittenberg.

An den Originalschauplätzen der Reformation konnte die Gruppe durch Vorträge von Pastor Jacobs, eine Stadtführung und Besichtigungen den Gründen und Ursachen der Reformation nachspüren und durch die Teilnahme am mittelalterlichen Stadtfest, „Luthers Hochzeit“, die Stimmung des Mittelalters ein Stückweit live miterleben. Zehntausende Besucher kommen zu dem Mittelalterfest in die alte Universitätsstadt an der Elbe, um die Hochzeit Luthers mit Katharina von Bora nachzuspielen und den prächtig kostümierten Umzug mit hunderten von Darstellern zu bewundern.

Die Gruppe residierte in der alten Universität, in der Luther selbst lehrte, der „Leucorea“. In einer Einführung zum Reformationsjubiläum schilderte Pastor Jacobs die Umstände, die zur Reformation führten, und kam damit auf das entscheidende Jahr 1517 zurück.

Es war das Jahr, in dem an der Grenze Kursachsens  Ablassverkäufer Tetzel, ein Dominikanermönch, marktschreierisch seinen Ablass anbot. „Kardinal Albrecht von Mainz, sein Auftraggeber, und eben sein Predigermönch Tetzel hatten“, so Jacobs,  „eine echte Marktlücke entdeckt. Ich sag es mal bewusst etwas despektierlich: Erlass von Kirchstrafen gegen Cash. Der Ablasshandel und Ämterkauf waren mittlerweile zu einer völlig undurchsichtigen finanziellen Transaktion verkommen – verbunden mit der absurden Vorstellung, man könne sich mit Geld von seiner Schuld freikaufen. Nicht durch Reue, nicht durch Buße und versprochene Besserung. Nein für Geld“.

Mit dieser Kritik landete Jacobs bei dem fundamentalen, evangelischen Gedanken der Reformation, bei Luthers „Turmerlebnis“, durch den Römerbrief 1,17, in dem der Apostel Paulus schrieb: „Der Gerechte wird durch Glauben leben.“ Luther folgerte daraus: „Wenn Christus uns erlöst hat, brauchen wir keinen Ablass. Der Glaube und Gottes geschenkte Gnade machen uns frei, nicht unser Tun, nicht unser Werk und auch nicht unser Geld!“ Jacobs folgerte, welch ein Befreiungsschlag das für Luther gewesen sein musste, der ursprünglich „Luder“ hieß und sich nun Luther nannte, vom griech. ‚Eleutheros‘, der Befreite!“ Luthers Einsicht blieb nicht ohne weitreichende Konsequenzen. „Die unangebrachte Vermarktung des Ablasshandels und seine reformatorische und bahnbrechende Erkenntnis von der Gnade Gottes, die im Glauben geschenkt und nicht verdient wird, veranlasste ihn zum Anschlag seiner 95 Thesen an der Schlosskirchentür zu Wittenberg.

"Die Reformation kam ins Rollen“, erklärte Jacobs und hob einen weiteren wichtigen Gedanken hervor: „Das war es, was Luther wollte. Keine Spaltung, sondern einen fröhlichen, befreienden Glauben, der uns zu einem guten Leben hilft. Eine Kirche, die die Sprache der Menschen spricht und deren Ängste, Fragen und Sorgen ernst nimmt.“ Dies wurde auch bei dem dreitägigen Stadtfest in Wittenberg deutlich und ausgiebig gefeiert.

Die beiden Gemeinden werden im Rahmen des Reformationsjubiläums jeweils ein Mittelalterfest anbieten. Die ev. Kirchengemeinde in Dalum am 13. August und die Twister Gemeinde am 17. September 2017.